Wednesday, August 21, 2013

Wissensverluste



Warum sind die Dinge so wie sie sind? Meine Neugier bleibt bestehen... somit sind die nächsten Einträge: Stück des Puzzles, aus verschiedenen Bücher.
(frei übersetzt) Aus, „Agrarökologie "- die Wissenschaft der ökologischen Landwirtschaft. Dieses kurze Auszug ist ein Blick zurück auf historische Entwicklungen, spezielle im Hinblick auf Wissen in der  Landwirtschaft - und wie verflochten unsere Welt schon damals war ...

"Es ist gut dokumentiert, wie die eingeschleppten Krankheiten von Eroberer und Forschern der vorherigen Jahrhunderte  einheimische Bevölkerung betroffen haben. Besonders in der Neuen Welt (Amerika) kam es bald nach Ankunft der Europäer zur Zerstörung der Bevölkerung. Von Ihnen (zum Beispiel die Indianer von Nord Amerika)  starben bis zu 90%  innerhalt  der ersten 100 Jahren nach dem ersten Zusammentreffen der Welten (Hauptsächlich weil Europäer eng mit ihren Tieren lebten und somit Krankheiten ‚übernahmen‘ gegen die die Indianer nicht resistent waren).
 Mit ihnen starben Kulturen und Wissen-Systeme. Die grausige Auswirkungen von Epidemien in den früheren Phasen des Kontaktes, aber auch durch andere Aktivitäten, vor allem die Schaffung Plantagen,  führten zu drastischem Bevölkerungsschwund, und damit auch der landwirtschaftlichen Kenntnisse.
Anfangs waren lokale Bevölkerungen im Mittelpunkt der Sklavenjagden, aber diese ‚Gruppen‘ waren oft in der Lage, aus der Knechtschaft zu entkommen. Außerdem Die waren die ‚Neuen Welt‘ Indianer zu anfällig für die eingeschleppten Krankheiten,  was sie zu wenige idealen Arbeitskräften machte. Afrikanische Bevölkerungen hingegen,  die an tropischen Bedingungen gewöhnt waren und relativ resistent gegenüber "europäischen" Krankheiten, konnten den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften von Zucker-und Baumwollplantagen erfüllen. Über Jahrhunderte wurden mehr als 20 Millionen Sklaven aus Afrika verschleppt um auf den verschiedenen Plantagen in der Neuen Welt zu schufften.

Der Sklavenhandel  beschränkte sich auf die besten Arbeitskräfte (die erwachsenen Männer und Frauen), die die lange beschwerliche Seereise überstehen würden, und möglichst viel Arbeitsenergie hatten.  Das führte u.a. zum Verlust dieser wichtigen Arbeitskräfte für die lokale Landwirtschaft, und gleichzeitig zu einer Völkerwanderung da die Menschen oft umsiedelten um die Sklavenhändler zu vermeiden. Die Störung des Wissens-Systeme durch den Export von Arbeitskräften, die Erosion der kulturellen Basis lokaler Landwirtschaften und die Mortalität im Zusammenhang mit Kriegsführung durch Überfälle angeheizt durch die Sklavenjagd, als auch die spätere Unterordnung in ein koloniales System hinterließen ihre Spuren.“

Ich bin mir nicht sicher in wie weit der DR Kongo von diesem Sklavenhandel betroffen war. Gewiss, das Bas-Congo Gebiet an der Westküste muss enorme Verluste erlitten haben. Im Osten wiederum waren es die Araber, die auf  Sklavensuche gingen. Inwieweit die lokale Bevölkerung betroffen war ist mir unbekannt. Das Herz des Landes war, so weit ich weiss, bis ins späte 18te Jahundert ungestört und fern ab vom Sklavenhandel. Trotzdem wurden sicher die Gesellschaften gestört, und in Teilen zerstört, und somit Wissensverluste im Allgemeinen, und landwirtschaftliche Kenntnisse im Besonderen, herbeigeführt.

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