Wednesday, April 17, 2013

Mama Mondele!

 Das Boot kommt aus Kinshasa an... voll bepackt
Eine Sprite in Mbanaka!!!!
<3-lichen glueckwunsch="" konsti="" nbsp="" p="">


Die Bootfahrt

Schon über eine Woche sind wir wieder in Mbandaka. Der Kampf gegen die Flöhe geht voran – gestern waren es nur einige Bisse an Melaine (Verdacht liegt auf infizierter Hose).Heute werden alle verdächtigen Kleidungsstücke noch einmal gewaschen. Alle anderen Verdächtigen, Sofas, Tischdecken und Kissen – wurden bereits entfernt (zum Leid meines Hinterteils, was die letzten Tag nur auf Holz oder dem Boden gebettet wurde- au) Die Moskitos haben ihren Platz als Hauptgegner zurück – die letzten Tag wurden Fußsohlen, Handflächen und Gesicht angegriffen, trotz dem grossen Netz was uns in der Nacht schützt – die Jungs sind gut. Allerdings wurde gestern zum Gegenangriff ausgeholt und die zweite 300ml Flasche an Insekten-Tötungsmittel im Zimmer entleert. Die zwei letzten Anti-Moskito Incent-Kringel wurde bei dem lokalen Indischen Händler ergattert – sogar umsonst – da ihr Vorrat bereits aufgebraucht war, dass nächste Boot erst in zwei Wochen mit Nachschub eintreffen wird, die Herren allerdings Mitleid mit mir hatten und ihre letzten Vorräte mit mir teilen (der Moskitostich an meiner Schläfe muss schlimm ausgesehen haben, das Indische Händler mit ihre letzten Vorräte umsonst gegen!)

Ansonsten habe ich die drei Tassen-Wasser -Dusche Nah an Perfektion gebracht. Eine Tasse zum nässen – dann Seifen – natürlich nur die Wichtigsten Stellen – die dann mit den folgenden zwei Tassen Wasser (strategisch platziert) gespült werden. Meine Wasser Verbrauch ist somit wohl auch einem neuen Rekord-Tief. Nur bei der Toilettenspülung empfehlt es sich nicht keine Rekord aufstellen zu wollen….
Meine ‚Einkaufsbummel‘ werden auch immer entspannter. Wurde ich die ersten Tage noch andauernd mit Rufen von „Mondele, Mondele“! (Weisse Person, Weisse Person!!) begleitet, haben sich die Menschen in meiner Gegend nun schon an den Mondel gewöhnt der überall hin läuft. Hier ist das eine doppelt ungewöhnliche Angelegenheit, weil es kaum Weisse hier gibt, und weil kein anderer Weisser hier läuft! Noch dazu laufe ich ab und zu mit einem Regenschirm, um mich schon der starken Sonneneinstrahlung zu schützen (übrigens durchaus nichts ungewöhnliches in anderen Teilen Afrikas, wo Regenschirme billig zu erwerben sind), was hier allerdings noch mehr Aufsehen zu erregen scheint.
Das Mondele Monster schlägt zu: 

Leider wurde meine Hautfarbe unabsichtlicherweise letzte Woche auch zum Kinderschreck, während unseres Kirchenbesuches. Ein kleiner Junge, der bereits am weinen war, lief mir im Gang vor die Füße. Mein Blick und mein Lächeln nach unten zu ihm, wurden mit einem Blick des Terrors, einem Aufschrei und einem Versuch vor mir zu fliehen, erwidert. Mit Angst überkommen stürzte er sich in die Knie der vermeintlichen Mutter, landete allerdings vor den Füßen einer fremden Frau, blickte noch mal nach oben, bevor er sich schreiend und komplett verängstigt unter den Stühlen vor mir versteckte.
Gestern wurde mein Ruf al Mondele Monster aber bereits umgewandelt in Mama Mondele. Hierzu muss man im allgemeinen erklären das jede erwachsene Frau Mama genannt wird und jeder erwachsene Mann Papa. Das ist keine Übersetzung, sonder es sind die tatsächlichen Worte die verwendet werden. Als Melaine und ich gestern in der Nähe von einer Handvoll Kleinkindern auf dein Motorrad stiegen, trafen sich meine und die Kinder Blicke, ein Wicken wurden ausgetauscht, gefolgt von den Kindern im Chor singent – Mama Mondele (Ma-ma Mon-de-le).
Noch eine erfreuliche Nachricht – ich habe diese Woche einen Nutella –Ersatz gefunden. Jempy duo – die Zucker und Öl Creme wird wie die meisten Produkte aus Südafrika importiert. So oder so bin ich glücklich mein Frühstück versüßen zu können… und wie man am Bild oben sehen kann, auch mit einem der unzähligen Schmetterlinge die hier zur Zeit rum flattern, zu teilen : )

UND – ich hab eine Sprite in Mbandaka gefunden – ein wahrlich seltenes Vergnügen bei unserer Einheitlichen Ernährung … und einen Organgensaft Ersatz – hier schält man die Orange, aber nicht ganz (teil der Haut bleibt an der Orange, so dass man sie drücken kann ohne das sie plazt), man schneidet ein Loch oben hinein und drückt den Saft einfach direkt in seinen Mund! Lecker …





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