Tuesday, March 19, 2013

Kinshasa – Kin la Belle (wunderschönes Kinshasa)




Die Hauptstadt von der Demokratischen Republik Congo liegt im Süd-Westen des Landes.
Einst bekannt als Kin la Belle (wunderschönes Kinshasa) wird sie nun häufig Kin la Poubleel  (Kinshasa die Mülltone) genannt. Ca. 10 Millionen Einwohner hat die Stadt, doch aus der Luft sieht man nur wenige Lichter. Ganz anders dagegen im gegenüberliegenden Kongo (Kongo Brazaville) dessen Haupstadt, gleich auf der anderen Flussseite, in hellem Licht erscheint.

8 Stunden Air France – der Flug ist angenehnem, das Essen geht (was man halt so in den hinteren Reihen bei einer europäischen Flgugeschellschaft erwarten kann) und ein kleiner Bildschirme in dem Sitz vor uns, machen den Flug angenehm. Schicke Kogolesen um uns herum, aber auch Asiaten (tippe da ganz stark auf Chinesen) und auch einige andere Europäer sitzten im selben Flieger. 18:45 Uhr lande Zeit, nur kurz nach Sonnenuntergang – und der geht am Äquator ganz fix.  Von 6 bis 18 kann man hier die Sonne geniessen – uns zwar bei ca. 30 Grad – das ganze Jahr. Keine Jahreszeiten, deine kurzen Wintertage, aber auch keine späten Sommerabende.
Der Flughafen ist überraschend modern und gut beleuchtet. Der Einreiseprozess ist relative schmerzlos und auf die Impfasskontrolle (Gelb Fieber Impfung muss man haben) geht schnell von Statten. Unser Gepäck hat es in das Flugzeug geschafft, im Gegensatz zu einer langen Liste von Passagieren, die auf einer kleinen weissen Tafel angeschrieben sind, dessen Gepäckstück teilweise erst in ein Paar Tagen ankommen wird. Priority/Erste Klasse bekommt ihr Gepäck natürlich zu erst, aber nach ca. einer Stunde sind auch wir breit für unser Abenteuer. Nadine und Glen (die Vorgesetzten von Melaine) managen mit der Hilfe von Dede (ein Herr von der Flugehafensicherheit) den Transport druch Helfer, die unsere Gepäck schleppen zu den wartenden Taxis – „Offieziel“ sind wir nämlich  : )

Die 45 minütige Fahrt duch die Nacht ist erstaunlich angenehm. Die Chinesen wurde erst kürzlich mit einem 8spurigen Strasse mitten in die Stadt fertig. Auch in der Innenstadt wurde die breite der Strasse beibehalten – Fussgängerzonen kennt man hier nicht; Ampeln übrigens auch nicht. Verkerhregeln sind ähnlich wie in Indien – man fährt wo Platz auf der Strasse ist – nur das hier viel, viel, viel wenniger gehubt wird – Gott sei dank!

Untergekommen sind wir im reichesten Viertel von Kinshasa – Gome. Auch unser Hotel, wie alle anderen Häuser nebenan, wir von Wachmännern behütet. Das Hotelzimmer ist ein Kühlschrank – es ist fast wie der Schritt aus der Sauna in den Schnee – allerdings auch eine gute Abkühlung bei 80% Luftfeutigkeit und 25 Grad (Auch Abends), ein grosses Doppelbett, auch ein Fernseher und ein Bad – mit warm und kaltem Wasser! (plus einem kleinen Eimer voll Wasser, falls das Wasser doch mal ausbleibt).
Zum Essen sind wir zusammen mit Nadin, Glenn, Remo (ein Doktorant aus Kamaroon), Ghislan (Assisistent von Melaine Helfer), Amanda und den zwei Taxifahreren. Bier  ($2,50) wird im Kongo auch gebraut – Priums war unsere Wahl des Abends : )  Zum Essen (was auf sich warten liess, aber normal ist) wurde eine reisen Pallette von Speisen aufgetischt: Fufu (Maispaste ähnlich Polenta), Reis, Manjok Blätter (grünes, gekochtest Blattgemüse mit leicht bitterem Geschmack), grünes gekochtes Blattgemüse (ähnlich Blatt-Spinat), Fisch, Ziege, Schildkröte (Melain’s Wahl), und gebratene Bananen. Der Fisch wird in einerm grossen Bananen Blatt gekocht mit viel Gewürzen. Alles sehr lecker, allerdings viel zu viel (das Ganze kam auf $180 – Essen ist teuer in Kinshasa, auch in den billigen Restaurants, wo man auf Plastistühlen drausen sitzt!)

Am ersten Tag in Kinshasa stehen einige Erledigungen auf der Liste von Glenn, Nadine und Melaine – ich darf mit :  ) Erster Stop: Bankkonto eröffnen. Das Gebäude ist imposant und hoch im Innenraum. Die erste Etage ist voll von Menschen die geduldig auf einen freien Schalter warten. An den Wänden sie grosse Bilder von Afrikanischen Szenen an die Wand gemalt, und das Symbol der Bank – ein grosser Baum – ist in rosa/rot Tönen an jeder Ecke zu finden. Wie dürfen in den ersten Stock – die VIP Sektion. Die Kunden die hier warten sind sehr schick angezogen – Leder und Korokodil Schuhe auf den Anzug sind zu sehen, Frauen in langen Kleidern in traditionellen, afrikanischen Muster, ausgeschmückt mit hohen Schuhen (Pfennigabsatz), Schmuck und westlichen (teueren) Taschen. Am Ende des Büros ist die Tür offen: ein Weisser, wahrscheinlich Franzose, kümmert sich um die Geschäft im Chefsessel. Ein Teil der Bank soll morgen eröffnet werden, so dass ich während dem Warten dem Künstler der Wandbilder zuschauen kann, und dem Chef zuhöre während er dem Bauleiter (?) eine Abreibe verpasst, weil noch nicht alles fertig ist.
Danach geht’s zum Rechtsanwalt  - unser Visum ist für 6 Monate gültig, aber wie wollen hier ja ansässig werden, somit muss eine Aufenthaltsgenehmigung her – angeblich eine Sache von 2 Wochen… dafür nehm ich mir noch Zeit, schliesslich das das Visum gerade erst €310 gekostet und die Aufenthaltsgenehmigung ist mindestens noch mal so viel, für ein Jahr…

Die Armut auf den Straßen steht im krassen Gegensatz zu der VIP Abteilung in der Bank. Unser Fahrer erzählt antwortet auf die Frage was man hier zum Frühstück ist:  Das kommt darauf an wieviel Geld man hat. Viel Menschen können sich kein Frühstück leisten – manche trinken nur einen Tee (ohne alles) oder vielleicht noch etwas Fufu (Polenta) oder ähnliche Pasten. Mittagessen ist eine Seltenheit, meist wird erst abends wieder gegessen. Das Land was so gross ist wie ganz West-Europa (und 80 mal so gross wie die ehemälige Kolonialherschaft Belgien) importiert 90% ihrer Lebensmittel. Selbst wenn die Produktion im Osten des Landes (mit milderem Klima und mehr Landwirtschaft) nicht von dem seit 1996 andauernden Krieg unterbrochen wird, ist der Transport in den Westen des Landes schwer oder unmöglich. Die Geschäft in Gome (dem reichen Viertel) sind jedoch gefühlt, von Reis über Nudeln, Käse und Kerzen, Babytücher und Sprüh-deo – alles ist möglich, wenn auch nicht immer billig.

Morgen soll es nach Mbandaka weitergehen. Mit dem Auto angeblich 1 Monat Fahrt, aber in Realität wohl unmöglich, werden wir morgen fliegen. Die Alternativen sind: ein ‚normales Boot‘ was etwas eine Woche braucht, oder ein Speedboat (schnelles Boot) was die Fahrt auf 8 Stunden verkürzt.
Mdandaka soll noch heisser sein als hier, die Geschäft



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