Saturday, July 3, 2010

Von der Insel zurück in die Berge


Die Inseln vor Honduras (auf englisch: bay of islands) waren wunderschoen, aber ein bissel zu touristisch fuer meinen Geschmack. Dem netten Strandbungalow und den Sandmosquitos habe ich gerne ¨hasta tarde¨ gesagt, um mir meinen Weg in den tropischen Wald der Nordkueste - Nationalpark Pico Bonito - zu schlagen.

Leicht holprig ging es los in La Ceiba - die Kuestenstadt in der ich eigentlich abgeholt werden sollte. Leider hatte ich in meiner Email das Datum vertan ... na gut, einer der Dinge die Mann binnen kuerzester Zeit vergisst, wenn es auf Rucksackreisen geht: Datum und Tag der Woche ... auch gerne mal wo man herkommt und wo es hingehen soll ; )
War aber nicht so schlimm ... der Taxifahrer am Pier liefert mich in einer Jugenherberge ab, in der ich dann auch prompt einen Aufenthalt in der ¨jungle river lodge¨ (http://www.jungleriverlodge.com/) buchen konnte - pick up 13Uhr ... perfektes Timing um La Ceiba zu erkunden, Geld abzuheben und Futter zu finden.

Hier muss ich noch mal kurz ueber meinen Reisefuehrer schimpfen - The rough guide to Cental America on a budget 2009 haette ich mir auch sparen koennen. So ein kleines Buch kann leider enorm wichtig sein. Haette ich mir den Lonley Planet geleistet, dann waere die Dame per ¨chicken bus¨ fuer $1 in den Dschungel gekommen ... naja, alles halb so wild.

Die Dschungel Lodge ist tatsaechlich, wie der Name bereits andeutet, Mitten im tropischen Wald (die Bezeichnung Regenwald ist spezifisch fuer eine bestimmte Anzahl an Niederschlag, die hier wohl nicht ganz erfuellt wird. Deshlab wird der tropische Wald hier auch oft ¨Cloud Forest¨ genannt- soll heissen Wolken Wald ... dass kann man so wohl nicht uerbersetzten, aber evtl. kommt heir dazu, das die Wolken sich gerne in den Luecken der Berge (Taelern) ausruhen, was einem den Anschein geben koenne, dass man im Himmel wandern geht ... gotta love Honduras)

Meinen Nachmittag habe ich mit einem vier Stuendigen Spaziergang in den Berge begonnen, an den kleinen Hauesern der Armen, doch durchaus frohlichen Bergbewoner vorbei. Vor ein Paar Jahren hat ein Politiker sogar Strom hier her verlegen lassen, da der Herr eine kleine Villa oberhalb der Doerfer besitzt (so heisst es). Wie selbstlos... am Fluss entlang, an Orchiden und anderen Blumen vorbei, die meine Oma lieben wuerde, ging es den Berg hinauf, inklusive einer von Deutschen erbauten Bruecke! Go Germany. Unbeschreiblich schoen ... Bilder sollen folgen, leider wird das evlt. noch ein bissel dauern. Die Population ist extrem freundlich ... es haben sich Gott sei Dank noch nicht so viele Touristen hier hin verirrt und somit sind die Damen und Herren aufgeschlossen und höflich... vor allem wenn man sie mit einem ¨Buenos/Buenas/Hola¨begruesst. Auf dem Weg nach oben haben mir dann auch gleich zwei Autos/Trucks angeboten aufzuspringen (kann mir nicht vorstellen, dass mir das in Deutschland passiert waere), und auf dem Weg nach unten noch mal zwei ... naja, evlt sah ich auch einfach nicht so fit aus ; )

Abendessen in der Jungel River Lodge fuer $3 und den besten Schlaf meines Lebens, in einem Dorm Bed (ein grosses Zimmer mit ca. 7 Betten), mit dem Flusses und der Musik der Waldbewohnern als Schlaflied.

Am naechsten Tag hatte ich eine Wanderung mit Fuehrer, mitten durch den Dschungel gebucht... tatsaechlich war ich die Einzige Dame an diesem TAg, und somit konnte ich meine private Exkursion doppelt geniessen (und mein Spanisch ueben). Los ging es mit einer Flussueberquerung, bei der ich nur durch das Festhaltens meines Begleiters nicht bis ins Meer gespuelt wurde (da es die Tage zuvor viel geregnet hatte war die Stoemung nicht zu verachten). Das Wetter ist durchaus angenhem um Pico Bonito (der Berg, nach dem der Park benannt wurde), trozdem war die Flussueberquerung eine wilkommene Abkuehlung. Danach ging das klettern los ... zu unserm ersten Ziel: una Cascada pequeña - ein kleiner Wasserfall. Allen arztlichen Ratschlaegen zum Trotz gings ab ins Wasser (vor dem Wasserfall gabs ein kleines ¨Becken¨- haette Opa bestimmt auf gefallen). Dann zu der grossen Schwester des Wasserfalls. Mein Wegbegleiter huepfte und hangelte sich muehlos die Felsen entlang und an den Baumen vorbei, waerend die Dame doch ein bissel ins Schwitzen geriet. All worth it though ... die Aussicht vor und auf den zweiten Wasserfall war Atemberaubend.
Ein gelungener Ausflug : )

Die zweite Nacht war leider weniger erholsam, da die kleinen aber klugen Zimmernachbaren - die Armeisen Armee - die Ueberrest meines TRail Mix Snacks in meinem Rucksack gefunden hatten ...

Am naechsten morgen gings um 6 Uhr mit dem local bus zurueck nach La Ceiba, uber San Pedro de Sual weiter nach Copan ...

No comments: